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Auf dem Weg, meine Welt bunt und eure Badezimmer grün zu machen oder wie sich das selbstbestimmte Arbeiten mittlerweile anfühlt

Es ist das Eine, begeistert von etwas Neuem zu erzählen, die Vorteile anzupreisen und von Anfängen zu berichten.
Doch was, wenn das Neue nicht mehr ganz so neu und die Vorteile inzwischen Alltag geworden sind?
Dann wird es Zeit, einen neuen Blogeintrag zu schreiben.

Als ich im Juni ein Bisschen, im Juli dann so richtig anfing, mit Ringana selbstbestimmt zu arbeiten oder – ich würde sagen – das selbstbestimmte Arbeiten kennenzulernen, wusste ich, um ehrlich zu sein noch nicht, wo die Reise hingehen wird. Ok, das weiß ich heute noch immer nicht. Aber die Route wird gerade gebaut. Ringana ist wie eine Straße, deren Namen ich bestimmt habe. Die Richtung und das Bautempo sind aber noch nicht so klar. In jedem Fall geht es immer weiter und umkehren ist nicht beabsichtigt.

Schon damals habe ich sofort die vielen Vorteile erkannt, die dieses neue Arbeiten bietet. Heute würde ich sagen, dieses neue Lebenskonzept.
Denn Ringana ist nicht nur ein Job. Klar, wenn ich Dich zu einer Präsentation einlade ist das eine Verkaufsveranstaltung! 😉 Aber es ist auch Deine Chance, eine völlig geniale Philosophie und eine noch genialere Art des Arbeitens kennenzulernen. Für mich ist es die Möglichkeit, Dich zu begeistern und Dir einen Eindruck davon zu verschaffen, was mich bewegt und auch, was mich glücklich macht.
Daher musst Du auch keine Angst haben, wenn Du danach nichts kaufst. Wenn Du zumindest meine Begeisterung mit nach Hause nimmst, freut mich das sehr!

Apropos kaufen: Das interessiert doch sicher alle! Nein, leben kann ich noch nicht von meiner Tätigkeit. aber Ja, ich bin mittlerweile sehr gut in der Lage, mir meinen Eigenbedarf zu refinanzieren und mir somit etwas richtig Gutes zu tun.
Natürlich ist der finanzielle Aspekt nie zu unterschätzen. Doch mir wird in diesen Tagen wieder so richtig bewusst, welch großes Glück ich habe.

Gestern telefonierte ich mit einem meiner wundervollen ehemaligen Kollegen. Es war großartig! Aber ich vermisse meine ehemalige Arbeit so überhaupt nicht.
Ebenfalls gestern wurde ich auf ein Jobangebot in einer Beratungsstelle aufmerksam gemacht. Mein Liebster fragte: „Willst Du Dich da WIRKLICH bewerben?“
Ich: „Nein.“
Denn dann wäre folgendes auf einmal nicht mehr möglich:

– Kaffee um 09:30 Uhr in der Morgensonne auf meinem Balkon
– Mehr oder minder spontan zu meinen Eltern reisen, ohne Urlaub zu nehmen (gearbeitet habe ich, wenn es in unseren Zeitplan passte)
– Linsenbolognese kochen, die fünf Stunden Zeit benötigt (das wäre sonst nur im Urlaub und am Wochenende möglich. Meine Kundenanfragen habe ich zwischen den Arbeitsschritten beantwortet)
– Alles stehen und liegen lassen und an den See fahren
– Ringana nach meiner Migräne planen, nicht umgekehrt. So kann ich diese direkt bekämpfen, muss mich nicht krankmelden, zum Arzt gehen oder sonst irgendwas. Und wenn ich Lust habe, arbeite ich am Abend einfach noch ein kleines Bisschen. Oder eben am nächsten Tag.
– Austausch mit wunderbaren Menschen, die durch meine Tätigkeit neu oder erneut in mein Leben getreten sind
– Arbeit in einem genialen, interdisziplinären Team, in dem ich mir aussuchen kann, mit wem ich enger zusammenarbeiten möchte
– Genug Zeit, um mein Business voran zu bringen
– Ich hätte mir sicher auf gar keinen Fall einen Liebesbrief geschrieben, wenn es nicht eine Aufgabe für unsere wunderbare Coachinggruppe gewesen wäre. Das war eine sehr wertschätzende und wunderbare Erfahrung.

Ist es nicht eigentlich fatal, derartiges schätzen zu müssen? Sollte ein Kaffee am Morgen auf dem eigenen Balkon in der Sonne wirklich etwas Besonderes sein müssen?
Sollten wir nicht versuchen, unser Leben so sehr zu genießen, wie es nur möglich ist?
Auch aufgrund der vielen Einschränkungen, die in unserem Hause Corona-bedingt noch immer gelten, kann ich besten Gewissens sagen: Ich liebe und genieße mein neues Lebenskonzept!

Und klar! Nicht jeder Tag ist bunt! Und Nein, die Arbeit erledigt sich nicht von selbst! Network Marketing ist am Anfang sogar sehr viel Arbeit! Und ich arbeite momentan sicher mehr, als ich am Ende des Monats verdienen werde. Aber ich weiß aus Erfahrungen von Kolleginnen, dass sich das umkehren wird.
Ich arbeite aber in den aller meisten Fällen mit Zufriedenheit, Freude und Leichtigkeit und das ist unendlich viel Wert!

Du hast Lust, auch ein Bisschen meiner Freude und Leichtigkeit in dein Leben zu lassen, deine Welt bunt und dein Badezimmer grün zu machen? Dann lass uns sprechen! 🙂

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So free

Das bedeutet nicht etwa, nichts zu tun. Sondern es bedeutet, zu entscheiden, wann man was tut.

Das stellt für mich, die ich bislang entweder von 09:00 Uhr – 16:00 Uhr ziemlich genau vorgegeben bekam, was zu tun war bzw. nach Auftrag / Buchung gearbeitet hat / arbeitet durchaus eine kleine Herausforderung dar. 😉

Die einzige Person, der gegenüber ich Rechenschaft ablegen muss, bin ich selbst.

Denn ich bin meine eigene Chefin.

Und ich möchte schon genauestens analysieren, wo meine Baustellen sind und warum ich was vielleicht nicht oder nicht sofort erledigt und Dinge aufgeschoben habe.

Natürlich bekomme ich da auch mal die eine oder andere Antwort, die mir ganz und gar nicht gefällt. Und dann setze ich mich mit mir auseinander und wachse an meinen Aufgaben. 

Ich kann aber sagen, dass ich mich bislang durchaus gut mit mir einigen konnte. 😀

Denn an sich blicke ich auf eine erfolgreiche Woche zurück:

– Termine sind bis Ende September fixiert

– meine erste Unternehmenspräsentation ist geplant, alle Einladungen bestätigt und ich freue mich sehr darauf!

– Kontakte zu potentiellen Kunden sind geknüpft

– Ich erzähle täglich von meiner neuen genialen Tätigkeit

– Mein Mindset ist absolut positiv und motivierend

– ich dürfte zwei tolle Webinare besuchen

– Ich finde immer neue Gründe für meine Tätigkeit bei Ringana und für mich selbst

  • Ich habe Coachings vorbereitet und erfolgreich durchgeführt

– ich dürfte wunderbare Gespräche führen

– ich verbrachte einen wundervollen Tag mit meinem Partner und seiner Assistentin am See (Quality time)

– Wir haben täglich schöne Spaziergänge genossen

– Heute habe ich unsere Küche in ein kleines Schlachtfeld verwandelt und Pfannkuchen mit

Schinken-Zwiebel-Pilz-Füllung zubereitet. 😀 Es war fantastisch!

Das ist alles möglich, wenn ich mir meine Zeit selbstbestimmt einteilen und Prioritäten setzen kann.

Sicher ist das alles noch ausbaufähig und bzgl. meiner Organisation gibt es noch einiges zu tun. Doch ich bin sehr motiviert, zu lernen und zu wachsen.

Habt ein wundervolles Wochenende! 🙂

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„Wo kämen wir denn da hin?“ – Von selbstbestimmtem Arbeiten

„Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder selbstbestimmt arbeiten wollte?

Diese, sicherlich rhetorische Frage Menschen mit Behinderung zu stellen, die seit Jahren selbstbestimmt leben, ein eigenes Team von persönlichen Assistenten (mit allen Rechten und Pflichten) führen und sich, nicht zuletzt aufgrund eigenem Interesse, für möglichst selbstbestimmte Lebensführungen unserer Peers einsetzen, ist m. E. gewagt.

Aber das soll nicht Thema dieses Beitrags sein.

Heute möchte ich von meiner Suche nach selbstbestimmtem Arbeiten berichten.

Den Wunsch hatte ich ja bereits

ausgeführt.

„Jobs Homeoffice“ wurde bei mir in den letzten Wochen sicher am Häufigsten gegoogelt.

Von Stellenangeboten für

– Informatiker (bin ich nicht),

  • über Telefonisten (bin und will ich auch nicht)
  • App-Tester (leider nicht in allen Fällen Seriös und noch nicht das Richtige)
  • bis hin zu Online-Nachhilfeinstituten (Klingt super, könnte aber aufgrund meiner Blindheit etwas schwierig werden von wegen eingescannte Arbeitsblätter, Hefteinträge etc.) ^

entdeckte ich irgendwann die Lösung.

Ein ethisches und nachhaltiges Unternehmen, selbstbestimmt Arbeiten, wann, wo und mit wem man möchte, freie Zeiteinteilung, ich = mein eigener Chef, Aufbau eines Kundenstamms und eines Teams, hochwertigste 100 % frische Kosmetik…. Das klang, ehrlich gesagt, nach genau dem, was ich gesucht hatte.

Die Pessimisten unter euch dürfen jetzt gerne sagen, dass es zu schön um wahr zu sein klingt. Das ist kein Problem, denn das dachte ich zunächst auch. 😉 Daher habe ich mir viel Zeit genommen, mich mit dem Unternehmen und den Produkten auseinanderzusetzen.

Es geht hier um ethisches Network Marketing, also die 

Empfehlung von Produkten von Mensch zu Mensch. Kein Aufschwatzen, keine Leute auf der Straße anquatschen, keine nicht vorhandene Garage voller Produkte. Sondern ehrliche, authentische und begeisterte Empfehlung.

Und zwar mit der wunderbaren Firma

Ringana aus Österreich.

Sie bietet qualitativ hochwertigste Pflegeprodukte und Suplements (Nahrungsergänzungsmittel) an.

Die

Philosophie

kann ich absolut bestätigen und befinde sie für sehr gut.

Die

Kompetenzen

sprechen ebenfalls für sich und nehmen die Zweifel bzgl. Seriosität.

Wer Interesse hat, möge bitte den Links folgen. Es ist alles perfekt erklärt und aufbereitet. So sehe ich mich nicht in der Pflicht, das nochmals zusammenzufassen. 🙂

Von meinen bisher getesteten Produkten bin ich mehr als begeistert und empfehle diese sehr gerne weiter.

Bei interesse schau gerne in meinem

Onlineshop

vorbei. Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

„Empfehlen“ ist ein Stichwort, dass ich unbedingt noch ausführen möchte.

Der eine oder Andere wird nun vielleicht denken, dass ich diese Produkte nur „anpreise“, um Geld zu verdienen.

Dem ist nicht so. Ich möchte klar betonen, dass ich immer gerne Dinge empfehle, die mir gefallen. Das machen wir nämlich alle. Restaurants, Rezepte, Kosmetik, Hotels…

Wer mich kennt weiß, dass ich ehrlich und kritisch bin. Ich habe all das auch schon sehr guten / besten Freundinnen empfohlen und ihnen empfehle ich sicher keinen Schmarrn. 😀

Dass ich Geld damit verdiene, weil ich jemandem etwas empfohlen habe, von dem ich absolut überzeugt bin, ist nun mal so. So funktioniert dieser Job.

In unsere Beratungsstelle sind oft auch Menschen gekommen, denen wir empfohlen wurden bzw. die mich oder jemanden aus dem Team in einem anderen Kontext kennenlernten und denen empfohlen wurde, sich beraten zu lassen. Dadurch haben wir, strenggenommen, auch einen Teil unseres Geldes verdient.

Denn ohne Kunden keine Rechtfertigung der Relevanz meiner Tätigkeit und dadurch letztlich keine Gelder zur Förderung der Beratungsstelle. Also auch kein Gehalt. So einfach ist das.

Ich sehe mich als Chancengeberin, nicht als Bittstellerin.

Ich gebe die Chance, die tollen Produkte kennenzulernen und somit nachhaltiger zu leben.

Und ich gebe Menschen die Chance, ebenfalls selbstbestimmt zu arbeiten.

Neben wunderbaren Produkten dürfte ich auch absolut wunderbare und offene Menschen kennenlernen. Denn Coaching (auch zur persönlichen Weiterentwicklung) und Vernetzung sind selbstverständlich. Ich lerne alles, was ich nur lernen kann, reflektiere mich, das Gelernte und mein Handeln täglich, gehe in intensiven persönlichen Austausch mit Anderen und freue mich auf meine kommende berufliche Zukunft!

Aber nun wieder zurück zur Ausgangsfrage:

„wo kämen wir denn da hin, wenn jeder selbstbestimmt arbeiten wollte?“

Dann kämen einige vielleicht zu Ringana. Einige vielleicht zu anderen Firmen, die Produkte mittels Network Marketing verkaufen.

Größer gedacht, würde dieser Wunsch Aller die Arbeitswelt ziemlich auf den Kopf stellen. Berufe müssten neu konzipiert und Führungsstile überdacht werden.

Letztlich wären aber all Diejenigen, die selbstbestimmt Arbeiten, weil sie es wirklich wollen, sicher zufriedener und glücklicher als zuvor.

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Von einem Ende ohne all zu großen Schrecken

Wie aus meinem

letzten Beitrag

nur unschwer zu entnehmen war, traf ich in der letzten Woche eine für mich äußerst relevante Entscheidung.

Ich beendete mein Arbeitsverhältnis nach über 3,5 Jahren der Zusammenarbeit.

„Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist“ trifft hier leider beim besten Willen nicht zu.

Ich entschloss mich zu gehen, als es noch mit sachlichen Worten und hoch erhobenen Hauptes (für beide Seiten) möglich war.

Ich bedauere diesen Entschluss in erster Linie wegen meiner wunderbaren Kolleg*Innen. Doch diese lade ich gerne in mein Privatleben ein. Denn bei guten Gesprächen köstlich gegessen und div. Wein- und Gin-Sorten gekostet haben wir ja schon immer gerne miteinander. Also müssen wir nicht zwingend zusammenarbeiten, um das auch weiterhin zu tun.

Auch manche Kundenübergabe fiel mir schwer.

„Meine Tochter ist schwer mehrfachbehindert. Ich möchte nicht, dass sie weiterhin in einer Einrichtung leben muss. Sie soll ihre eigene Wohnung mit 24-Stunden-Assistenz haben. Geht das überhaupt?“ begann eine Dame Ende letzten Jahres ein kurzfristig vereinbartes Beratungsgespräch.

Und „Ja!!“ das geht. Und wie!

Ein Hoch auf alle engagierten Eltern / Mütter. Nachdem ich ihr direkt versichert hatte, dass dies in jedem Fall möglich sei, begann sie innerhalb Kürzester Zeit völlig eigenständig, Großartiges auf die Beine zu stellen.

Wer sich in diesem Bereich auskennt weiß, dass Beantragungen von sozialgeförderten Wohnungen und 24-Stunden-Assistenz sich über viele Monate hinziehen können.

Besagte Tochter lebt seit März diesen Jahres mit einem tollen Assistenzteam in ihrer eigenen Wohnung.

Denn ihre Mutter ließ nicht locker, telefonierte den Sachbearbeitern hinterher, legte Widersprüche ein, sobald ich ihr die dafür notwendigen Informationen hatte zukommen lassen. Sie plante im Voraus, klärte Fragen, noch bevor diese für sie persönlich relevant wurden.

Ich bin dankbar und freue mich, dieses hohe Engagement, diese Zuversicht und Willensstärke miterlebt haben zu dürfen.

Wir führten ein sehr wertschätzendes und wunderbares Abschiedsgespräch.

Einen zweiten ähnlichen Prozess kann ich nun leider nicht bis zu einem solch stabilen Punkt begleiten.

Diese Kundin lebt noch in einer Einrichtung und wartet täglich auf Nachricht bzgl. einer für sie geeigneten Wohnung.  

Doch auch sie ist selbstbewusst und weiß, was sie möchte.

Ich bedauere es sehr, diesen Prozess nicht weiterhin begleiten zu können. Ich bin mir jedoch sicher, dass er ebenfalls sehr erfolgreich verlaufen wird und sie mit tollen Assistent*Innen in einer eigenen Wohnung zufrieden leben wird.

Mein Kollege wird sie weiterhin begleiten, worüber ich sehr froh bin.

Auch mit ihr dürfte ich ein sehr schönes Abschiedsgespräch führen, in dem es in erster Linie um Selbstachtsamkeit ging.

Selbstachtsam war auch ich, in dem ich Prioritäten und meinen Partner und mich auf Platz eins meiner Liste setzte.

Diese Entscheidung macht mich sehr glücklich.

Ich freue mich auf die kommende Zeit und alles, was das (Berufs)Leben für mich bereithalten wird.

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Selbstbestimmt Arbeiten oder vom Wunschkonzert des Lebens

Aus gegebenem Anlass habe ich mich in letzter Zeit intensiv mit meinen beruflichen Möglichkeiten und meinem Konzept von Arbeit befasst.

Der gegebene Anlass ist die Corona-Pandemie in Verbindung mit meinem momentanen Arbeitgeber, bei dem ich angestellt bin.

Kurz gesagt sind die Kernelemente wie Wertschätzung und Verständnis hier nicht in der Form vorhanden, wie ich sie mir wünschen würde. Von der Qualität und sogar Quantität der Kommunikation ganz zu schweigen.

„Das Leben ist ja auch kein Wunschkonzert.“ Doch, ich finde schon.

Zumindest sollte es eines sein oder als dieses betrachtet werden.  Wünsche und Träume sollte jeder von uns in hohem Maße haben, oder etwa nicht?

Und wenn Du dich damit so gar nicht anfreunden kannst: Das Leben ist jetzt, in diesem Moment, in dem Du diesen Beitrag liest ein Wunschkonzert.

Unzufriedenheit ist eine gute Basis für die Entwicklung von Wünschen und Träumen. Wenn man weiß, was man auf keinen Fall möchte, ist es sehr einfach, dies ins Gegenteil umzukehren. So formuliert man in der Sozialen Arbeit sogar des Öfteren Ziele. 😉

Und ich bin mir sicher, dass vielleicht nicht alle, aber einige Wünsche erfüllt werden können.

Ganz ehrlich, sind Wertschätzung, Empathie, Verständnis und Kommunikation auf Augenhöhe übertrieben hohe Erwartungen?

Der finanzielle Aspekt sollte natürlich nicht zu kurz kommen, klar. 😀

Meine Vision ist es, meine eigene Chefin zu sein und selbstbestimmt zu arbeiten. selbstbestimmt, nicht selbst und ständig.

Denn ich selbst werde für mich immer genug Verständnis und Empathie übrig haben. Zumindest bin ich auf einem sehr guten Weg zu lernen,, mich selbst wertzuschätzen und zu achten.

Ich möchte mir auch gerne selbst aussuchen, mit wem ich zusammenarbeite. Wobei ich diesbezüglich bei meinem Arbeitgeber wirklich großes Glück habe. Alle, die mit mir gemeinsam beraten, hätte ich mir auch selbst ausgesucht. Das war aber auch schon anders.

Die Inhalte der Arbeit würde ich auch gerne selbst festlegen und nur das anbieten, was ich entweder gut kann, dabei bin, zu lernen und gerne tue.

Mal Hand aufs Herz: In jeder Stellenanzeige steht doch irgendeine Tätigkeit, bei der man denkt: „Hoffentlich muss ich das dann nicht sooo oft machen…“ 😉

Ein weiterer Aspekt ist die persönliche Weiterentwicklung, die ich in meiner Beratungstätigkeit nicht (mehr) sehe.

Ich habe bislang in zwei Jobs im Angestelltenverhältnis gearbeitet. Bei beiden lief es darauf hinaus, es allen Beteiligten (und das waren oft viele) recht machen zu müssen / wollen.

Im Endeffekt entscheidet man sich dann oft für die Lösung, für die man nicht zu sehr vom Arbeitgeber kritisiert wird.

Ortsunabhängiges Arbeiten / Homeoffice ist ein weiterer Aspekt, der mir in letzter Zeit sehr wichtig wurde.

Natürlich wurde dies sehr von der Corona-Pandemie gestärkt und kann sich irgendwann auch noch einmal ändern.

Momentan stellt es aber für mich die sicherste und leider auch einzig mögliche Form des Arbeitens dar. Mein Partner zählt zur Risikogruppe und sein Schutz ist meine oberste Priorität.

Glücklicherweise kann ich mir einige dieser Wünsche bereits durch meine Tätigkeit als Schriftdolmetscherin erfüllen. Das ist großartig.

Doch insbesondere die Tätigkeit im Homeoffice ist aufgrund fehlender barrierefreier Online-Schriftdolmetschplattformen noch nicht möglich.

Somit suche ich aufgrund der aktuellen Situation nach alternativen Wegen.

Welche Wünsche hast Du deinen Job und vielleicht auch Dein Leben betreffend?

Konntest du sie dir bereits erfüllen?

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Warum ich gerne Schriftdolmetscherin bin

Das „gerne“ liegt mir besonders am Herzen. Schließlich gibt es genügend Menschen, die ihren Beruf nicht gerne ausüben oder, die sich oft einen anderen Job wünschen.

Die Inspiration

Während meines Studiums lernte ich im Rahmen einer Referententätigkeit bei einem Seminar für blinde und sehbehinderte Jugendliche den ersten blinden Schriftdolmetscher kennen.

Er berichtete von seiner Tätigkeit und ich war sofort begeistert.

Nach meinem Studium arbeitete ich halbtags an einer Schule für Blinde und Sehbehinderte. Ich bewarb mich für ein Lehramtsstudium und wurde abgelehnt. So suchte ich nach Alternativen.

Eine perfekte Gelegenheit, Geld in die Hand zu nehmen und die Fortbildung zur Schriftdolmetscherin zu absolvieren.

Seit 2016 arbeite ich als freiberufliche Schriftdolmetscherin. Und nun endlich die Gründe, warum ich dies großartig finde.

Eine sinnvolle Tätigkeit

Ich höre das, was Du dann siehst. Und somit kann ich Dich unterstützen, an Gesprächen, Vorlesungen, Telefonaten etc. teilzunehmen.

Folglich bin ich bestrebt, immer die aller beste Qualität zu liefern. Denn es geht hier um Teilhabe! Es geht darum, dass Du Infos bekommst, die RICHTIG sind!

Sichtbarer Erfolg und Misserfolg 

Ich sehe direkt, welche Leistung ich erbringe. Diese ist somit auch messbar. Es gibt Modelle, mit denen man seine Leistung aus- und bewerten kann.

Somit gibt es keine Diskussion, ob man etwas so oder so oder doch ganz anders hätte machen können.

Ein Fehler ist ein Fehler. Genau wie korrekter Output korrekter Output ist.

Natürlich gibt es Dinge, über die man diskutieren kann. Doch wird es keine völlig konträren Meinungen hierzu geben.

Spezialisierung

Wenn man möchte, kann man sich auf bestimmte Themenbereiche spezialisieren bzw. ist man das i. d. R. schon aufgrund seines individuellen Hintergrundes.

Themen, die geläufig sind, lassen sich auch wesentlich flüssiger und qualitativ hochwertiger verdolmetschen.

Mein Team

Dieses ist absolut großartig und ich schätze mich sehr glücklich, Teil davon zu sein.

Eine blinde Co-Dolmetscherin zu haben bedeutet schon des Öfteren einen Mehraufwand. Wir treffen uns z. B. an der U-Bahn, nicht erst vor dem oder im Klassenzimmer.

Ich kann weniger schnell hinterher korrigieren wie ein sehender Co-Dolmetscher.

In der Pause sind Toilettengang + Kaffee holen inzwischen obligatorisch. Auch das geht alleine einfach schneller, wenn wir ehrlich sind.

U. v. m. – Na ok, so viel Schlimmes ist es dann doch nicht. 😉

Jedenfalls ist all das selbstverständlich und nicht der Rede wert.

Wir ergänzen uns wunderbar und verstehen uns auch zwischenmenschlich sehr gut.

Die Möglichkeit der Dozententätigkeit

Wissen und Erfahrungen weiterzugeben bereitet mir viel Freude.

Unterricht und Coachingsequenzen sinnvoll zu konzipieren, ebenfalls.

Money Money Money

Klar, was hast Du denn gedacht?

Selbstverständlich habe ich vor dem Entschluss, die Fortbildung zur Schriftdolmetscherin zu absolvieren zunächst die Verdienstmöglichkeiten recherchiert.

In Deutschland sprechen wir ja nicht über Geld. 😀

Ich kann aber sagen, dass ich persönlich der Meinung bin, dass meine Leistung angemessen honoriert wird. Und sie muss dies auch. Denn Schriftdolmetschen ist anstrengend.

Persönlichkeitsentwicklung durch Freiberuflichkeit

Durch das Schriftdolmetschen und die Dozententätigkeit in Verbindung meiner Tätigkeit als Sozialpädagogin in einer Beratungsstelle habe ich in den letzten Jahren einiges über mich gelernt.

Ich kann und muss nicht immer „ja“ sagen.

Ich muss Prioritäten setzen.

Ich selbst und mein Wohlbefinden sollten auf der Prioritätenliste ganz oben stehen.

Das ist natürlich nicht immer möglich. Ich beobachte mich auch noch immer (natürlich nicht jetzt und unmittelbar in der Corona-Krise) dabei, zu viel zu arbeiten und einfach nicht rechtzeitig einmal einen Auftrag abzulehnen bzw. mir einen Tag Pause von Allem zu nehmen.

Der Entwicklungsprozess ist jedoch sichtbar und ich bin sehr zuversichtlich, was einen weiteren positiven Verlauf betrifft.

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Schrift…. Was?

Bereits zweimal fiel in diesem Blog nun bereits der Beruf „Schriftdolmetscherin“.

Aber was ist das? Und was wird da wie und warum gedolmetscht?

Was und für wen wird gedolmetscht?

Schriftdolmetscher dolmetschen für gehörlose bzw. schwerhörige Menschen simultan das gesprochene Wort in Text.

Daher auch „Schrift“ vor dem Dolmetscher. 😉

Zu beachten ist hier der Unterschied von gesprochener und Schriftsprache.

Oder redest Du, wie du schreiben würdest? Bzw. umgekehrt: Könntest du mit dem folgenden Satz etwas anfangen, wenn du ihn nur lesen würdest?

„wir machen heute das habe ich ja gestern schon gesagt da hatten wir ja schon Unterricht zusammen ja also gestern zuletzt gesehen und heute direkt wieder hach na jedenfalls habe ich gestern schon gesagt, dass wir jetzt die Übung machen.“

D. h. eine Umstrukturierung und Kürzung der Sätze inkl. Einfügen der Interpunktionszeichen ist notwendig.

Wie wird gedolmetscht?

Es gibt zwei Methoden:

1. Konventionell

Die Schriftdolmetscherin schreibt in Echtzeit das gesprochene Wort mit dem 10-Finger-System. Dies setzt eine sehr hohe Schreibgeschwindigkeit (Ca. 400 – 500 Anschläge pro Minute) voraus. Zugegeben, Programme wie das von mir hochgeschätzte

Auto Hotkey

Erleichtern durch das Anlegen von Kürzeln für lange oder komplexe Worte den Vorgang enorm.

2. Spracherkennung

Die Schriftdolmetscherin nutzt die bekannte Spracherkennungssoftware Dragon naturaly speech

Das Gehörte wird diktiert. Letzteres geht in vielen Fällen schneller. Allerdings ist die Qualität nur gewährleistet, wenn man die Spracherkennungssoftware gut auf seine Stimme trainiert und sie auch mit fachspezifischem Vokabular gefüttert hat.

Bei Einsätzen vor Ort wird die sog.

Stenomaske

eine schalldämpfende Maske mit einem Mikrofon darin, genutzt.

Ein Beispiel:

Eine gehörlose Schülerin besucht eine sog. Regelschule.

Zwei Schriftdolmetscher sind mit ihr im Klassenzimmer.

Sie verschriftlichen in Echtzeit das gesprochene Wort, damit sie auch in Echtzeit am Unterricht teilnehmen kann.

Auf ihrem Tablet liest sie, was Lehrer und Mitschüler*Innen sagen und kann so dem Unterricht folgen.

Wichtig ist hier die Tatsache, dass simultan, also in Echtzeit geschriftdolmetscht wird. So kann die Schülerin auch unmittelbar an Diskussionen teilnehmen und Rückfragen stellen.

während der eine Schriftdolmetscher schriftdolmetscht, korrigiert der andere die ggf. auftretenden Schreib- oder Diktierfehler. Nach 15 Minuten wechseln sie sich ab.

Warum kann nicht einfach der Lehrer / Dozent in die Software diktieren?

Hier verweise ich wieder auf den Beispiel-Satz oben. 😉  

Manchmal muss auch erst Dialekt in Hochdeutsch übersetzt und der Satz dann gebildet werden. D. h.: Hören, verstehen, umformulieren, diktieren und während Dessen weiter zuhören.

Die kognitive Leistung ist, wie Du sicher festgestellt hast, enorm und die Doppelbesetzung ab Dauer von 60 Minuten zwingend notwendig.

Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Großveranstaltungen, Betriebsversammlungen, Vorlesungen und Seminare an der Uni, Telefonkonferenzen, Mitarbeitergespräche u. v. m. Kurz gesagt jede Art von Gesprächen, denen ein Rezipient folgen können möchte.

Rechtliches

Nach der Kommunikationshilfenverordnung ist Schriftdolmetschen eine Kommunikationshilfe und somit dem Gebärdensprachdolmetschen gleichzusetzen.

Daher ist auch die Finanzierung durch Kostenträger gesetzlich geregelt.

Du hast konkrete Fragen zum Schriftdolmetschen, den Ausbildungsmöglichkeiten? Vielleicht benötigst Du auch Schriftdolmetschung? Oder Du kennst jemanden, der Interesse haben könnte?

Dann nehme gerne

Kontakt

Kontakt

zu mir auf.

Warum ich selbst gerne Schriftdolmetscherin bin, führe ich in meinem nächsten Beitrag aus.

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Drei Fragen

…die mir gestellt werden:

1. Haben Sie DAS schon immer?

Wahlweise auch: Hast Du das schon immer? (und das auch bei Menschen, mit denen ich weder Berge erklommen, Wein, Kaffee oder sonst was getrunken habe oder mit denen mich sonst etwas Erwähnenswertes verbindet)

Gerne würde ich antworten, dass meine Haarfarbe tatsächlich schon immer so ist, meine Haarlänge über die Jahre jedoch durchaus variiert hat. Alternativ auch, dass mein Smartphone seit guten drei Jahren in meinem Besitz ist.

Aber Hey, ich bin Sozialpädagogin, verständnisvoll und versuche, die größtmögliche Empathie aufzubringen.

Also: Ja, ich bin von Geburt an blind. Und nein, wiedererwartend ist das nicht „voll / echt schlimm“.

2. Arbeiten Sie?

Eine an sich gute Frage, wäre ihr das kleine Wort „was“ vorangestellt worden.

Ja. Ich bin Sozialpädagogin, Schriftdolmetscherin und Dozentin.

Generell kann ich sagen, dass blinde Menschen üblicherweise berufstätig sind. Ausnahmen gibt es natürlich auch hier. Sicher kann auch ab und an die Blindheit eine Ursache für länger andauernde Arbeitslosigkeit sein. Dies ist jedoch ein vorwiegend gesellschaftliches Problem, dem ich mich gerne an anderer Stelle widme.

Doch ich denke nicht, dass die Frage auf dieser gesellschaftlichen Ebene anzusiedeln ist.

Bei manchen Fragenden womöglich tatsächlich. Viele können sich jedoch nicht vorstellen, dass es möglich ist, als blinde Person eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren und folglich zumindest theoretisch in der Lage zu sein, arbeiten zu können.

Ich persönlich habe Sozialpädagogik studiert und anschließend die Fortbildung zur Schriftdolmetscherin absolviert.

An meiner Hochschule war ich die erste blinde Studentin und habe mir somit vieles erarbeitet. Erkämpfen musste ich es glücklicherweise nicht, da sehr verständnisvoll auf meine Belange eingegangen wurde. So bekam ich Unterlagen in digitaler Form und hatte Studienassistenz zur Aufbereitung von Büchern.

Meine Fortbildung war barrierefrei und für Blinde und Sehbehinderte konzipiert. Auch mal schön. 🙂

3. Wohnen Sie Alleine?

Nein, ich wohne mit meinem Partner zusammen.

Das Aufatmen der fragenden Person ist stets deutlich hörbar. Ein Glück. 😉

Und dabei belasse ich es auch. Der geschätzten Leserschaft verrate ich jedoch gerne, dass ich seit Beginn meines Studiums in diversen unterschiedlichen Wohnungen alleine gewohnt habe.

Natürlich gab es zu Beginn die eine oder andere Panne. Übergekochte Milch, verbrannte Fischstäbchen u. v. m. Aber wer kennt das nicht?

In meiner letzten eigenen Wohnung leistete ich mir dann den Luxus einer Haushaltshilfe – aus Bequemlichkeit und der Zeitersparnis wegen. Denn gewisse Tätigkeiten wie Staubsaugen und Wischen dauern (zumindest bei mir) länger und sind mitunter weniger gründlich ausgeführt, als wenn es eine sehende Person übernimmt.

Ich beantworte gerne Fragen. Das ist prinzipiell kein Problem. Ich bin aber, wie meine Freundin stets zu sagen pflegt, nicht die allgemeine Auskunft.

Nur, weil jemand eine Dienstleistung (Taxi fahren) für mich erbringt, heißt das nicht, dass ich auf dem Weg zum Bahnhof Lust habe, den (sicher nachvollziehbaren) Wissensdurst zu stillen.

Auch bei Zugfahrten habe ich entweder Arbeit, ein gutes Buch oder Musik im Sinn anstatt ein solches Gespräch. Und manchmal habe ich tatsächlich auch keine Lust, mich zu unterhalten. 🙂

Heißt, es kommt in erster Linie auf das Setting und natürlich die fragende Person an. Der Ton macht bekanntlich die Musik. 😉

Gerne nutze ich aber diesen Blog, um eure Fragen zu beantworten.

Also schreibt diese in die Kommentare und ich werde diese in zukünftigen Beiträgen beantworten. Ich freue mich darauf!

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Wer ich bin und worum es geht

Ich bin…

  • Eine Sozialpädagogin, die nach Beendigung ihres Studiums beschlossen hat, dass dies noch nicht alles gewesen sein kann
  • Kaffeegenießerin, der fairer Anbau und ebensolche Bedingungen für Kaffeebauern am Herzen liegen
  • bestrebt, mein Badezimmer plastikfrei zu machen
  • Tochter, Enkelin, Freundin, Partnerin
  • Arbeitgeberin und Arbeitnehmerin
  • Schriftdolmetscherin
  • Peer-Counselorin
  • Dozentin
  • Seit sehr Kurzem Frischepartnerin bei Ringana
  • Kommunikativ
  • Seit heute Bloggerin
  • Und neben all dem von Geburt an blind.

Ich bin Melanie. Herzlich Willkommen auf meinem Blog. Schön,

dass Du hier bist!