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Selbstbestimmt Arbeiten oder vom Wunschkonzert des Lebens

Aus gegebenem Anlass habe ich mich in letzter Zeit intensiv mit meinen beruflichen Möglichkeiten und meinem Konzept von Arbeit befasst.

Der gegebene Anlass ist die Corona-Pandemie in Verbindung mit meinem momentanen Arbeitgeber, bei dem ich angestellt bin.

Kurz gesagt sind die Kernelemente wie Wertschätzung und Verständnis hier nicht in der Form vorhanden, wie ich sie mir wünschen würde. Von der Qualität und sogar Quantität der Kommunikation ganz zu schweigen.

„Das Leben ist ja auch kein Wunschkonzert.“ Doch, ich finde schon.

Zumindest sollte es eines sein oder als dieses betrachtet werden.  Wünsche und Träume sollte jeder von uns in hohem Maße haben, oder etwa nicht?

Und wenn Du dich damit so gar nicht anfreunden kannst: Das Leben ist jetzt, in diesem Moment, in dem Du diesen Beitrag liest ein Wunschkonzert.

Unzufriedenheit ist eine gute Basis für die Entwicklung von Wünschen und Träumen. Wenn man weiß, was man auf keinen Fall möchte, ist es sehr einfach, dies ins Gegenteil umzukehren. So formuliert man in der Sozialen Arbeit sogar des Öfteren Ziele. 😉

Und ich bin mir sicher, dass vielleicht nicht alle, aber einige Wünsche erfüllt werden können.

Ganz ehrlich, sind Wertschätzung, Empathie, Verständnis und Kommunikation auf Augenhöhe übertrieben hohe Erwartungen?

Der finanzielle Aspekt sollte natürlich nicht zu kurz kommen, klar. 😀

Meine Vision ist es, meine eigene Chefin zu sein und selbstbestimmt zu arbeiten. selbstbestimmt, nicht selbst und ständig.

Denn ich selbst werde für mich immer genug Verständnis und Empathie übrig haben. Zumindest bin ich auf einem sehr guten Weg zu lernen,, mich selbst wertzuschätzen und zu achten.

Ich möchte mir auch gerne selbst aussuchen, mit wem ich zusammenarbeite. Wobei ich diesbezüglich bei meinem Arbeitgeber wirklich großes Glück habe. Alle, die mit mir gemeinsam beraten, hätte ich mir auch selbst ausgesucht. Das war aber auch schon anders.

Die Inhalte der Arbeit würde ich auch gerne selbst festlegen und nur das anbieten, was ich entweder gut kann, dabei bin, zu lernen und gerne tue.

Mal Hand aufs Herz: In jeder Stellenanzeige steht doch irgendeine Tätigkeit, bei der man denkt: „Hoffentlich muss ich das dann nicht sooo oft machen…“ 😉

Ein weiterer Aspekt ist die persönliche Weiterentwicklung, die ich in meiner Beratungstätigkeit nicht (mehr) sehe.

Ich habe bislang in zwei Jobs im Angestelltenverhältnis gearbeitet. Bei beiden lief es darauf hinaus, es allen Beteiligten (und das waren oft viele) recht machen zu müssen / wollen.

Im Endeffekt entscheidet man sich dann oft für die Lösung, für die man nicht zu sehr vom Arbeitgeber kritisiert wird.

Ortsunabhängiges Arbeiten / Homeoffice ist ein weiterer Aspekt, der mir in letzter Zeit sehr wichtig wurde.

Natürlich wurde dies sehr von der Corona-Pandemie gestärkt und kann sich irgendwann auch noch einmal ändern.

Momentan stellt es aber für mich die sicherste und leider auch einzig mögliche Form des Arbeitens dar. Mein Partner zählt zur Risikogruppe und sein Schutz ist meine oberste Priorität.

Glücklicherweise kann ich mir einige dieser Wünsche bereits durch meine Tätigkeit als Schriftdolmetscherin erfüllen. Das ist großartig.

Doch insbesondere die Tätigkeit im Homeoffice ist aufgrund fehlender barrierefreier Online-Schriftdolmetschplattformen noch nicht möglich.

Somit suche ich aufgrund der aktuellen Situation nach alternativen Wegen.

Welche Wünsche hast Du deinen Job und vielleicht auch Dein Leben betreffend?

Konntest du sie dir bereits erfüllen?